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Mai 2016

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2, die es wissen wollten!

Joshua Braun von der R 7b und Wolfgang Erdt waren unter den 80 Teilnehmern, die am vorletzten Wochenende an der 24 h Jubiläumswanderung des SAV Bartholomä teilnahmen. Bei dieser 10. 24-Stundenwanderung wurde der Rössleweg rund um Stuttgart ihr ständiger Begleiter. Es wurde wieder eine Herausforderung gegen Kälte, Nässe, Müdigkeit, der körperlichen Verfassung und dem Willen, all den Anstrengungen bis zum Ende der Tour zu trotzen und nicht aufzugeben. Am Samstag trafen sich die Teilnehmer/innen in Bartholomä und wurden mit dem Bus nach Bad Canstatt gefahren. Nicht zum ersten Mal organisierten Jürgen Pfau, Stephan Krieg und Erwin Schneider eine derartige Wandertour. Dieses Mal ging es rund um die Landeshauptstadt. Pünktlich um 8 Uhr startete man an der Theodor Heuss-Kaserne. Über den Kappelberg, Rotenberg, dann über den Neckar die Wangener Höhe hinauf bis zur Vereinsgaststätte TB Gaisburg. Nach Dehn- und Streckübungen wartete heißer Kaffee und das Mittagessen mit vielen Kohlenhydraten auf die Teilnehmer. Nach den Mittagessen kam der große Regen und mancher Wanderweg wurde schmierig und glitschig. Weiter ging es über die Geroksruhe nach Degerloch und über den Marienplatz und der Karlshöhe, Birkenkopf, den Heslacher Wasserfällen, dem Waldfriedhof zum Waldheim Heslach. Nur wenige Grad über Null, Regen und bereits 31 Kilometer gelaufen. Das merkte man der Wandergruppe der Ortsgruppe Bartholomä allerdings nicht an. Von Erschöpfung noch keine Spur. Alle 80 Teilnehmer erreichten trotz des widrigen Wetters am Samstagabend das Waldheim Heslach, um sich für die Nachtwanderung und die restlichen knapp 50 km zu stärken. Pfaffensee, Neuer See, Bärensee und Schloss Solitude waren die nächsten Stationen. Über den Wolfsbusch und Feuerbach erreichte man den Burgholzhof. Von dort war es nur noch ein kleines Stück Weges nach Münster. Dort fielen die Extremwandermänner- und frauen vom Schwäbischen Albverein aus Bartholomä, mit Wanderstöcken und Stirnlampen ausgerüstet, morgens um halb drei in das Vereinsheim der Chorgemeinschaft Münster ein und hatten da schon 59 Kilometer hinter sich gebracht. Die fleißigen Helfer der Chorgemeinschaft versorgten die Eindringlinge mit Maultaschen in der Brühe, was so besänftigend wirkte, dass einige der Teilnehmer am Tisch fast eingeschlafen wären. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und es gab zum Abschied ein freundliches Dankeschön für die Chorgemeinschaftler. Mit kleinen Umwegen wanderte die Truppe noch die restlichen 18 Kilometer über Stuttgart-Zazenhausen und Mühlhausen am Max-Eyth-See vorbei bis zum Cannstatter Skiclub, um von dort aus nach dem Frühstück mit dem Bus zurück nach Bartholomä zu fahren. Den Sonnenaufgang zu sehen ist das Ziel. Und wenn man sieht, dass es langsam heller wird und man seinem Ziel näher kommt, ist das ein großartiges Gefühl, auch wenn die Füße schmerzten.

Sie hatten es geschafft! Nach ca. 78 km, mit über 1800 Höhenmetern und fast 3400 Stäpfele (Stufen) war das Ziel erreicht.

Zitat Erwin Schneider: „Schmerz vergeht, Stolz bleibt!“ So mancher überlegte sich schon bald nach all den Strapazen, ob er zum Wiederholungstäter werde.